Wirkungsgrad Verstärker mit den passenden Boxenset

Geposted in: Receiver & Verstärker


  • Teilnehmer
    Oskar Perterson am #27323

    Liebes Forum,

    in der Audiovision 192 (01/2016) wurde auf die Frage eines Lesers hin der Zusammenhang zwischen Wirkungsgrad der nuVero 140 (Beispiel) und einem Receiver erklärt. Ergebnis war ja, dass man zum Betrieb des Boxensets einen Receiver mit der Ausgangsleistung von immerhin 300 watt benötigt. So weit so gut!

    In der gleichen Zeitschrift gab es dann auch einen Test des Flaggschiffs Pioneer SC-LX89. Die angegeben Leistung lag dann weit unter den geforderten Watt der nuVero 140. Gerademal im Stereo-Betrieb käme man mit den Leistungen hin.

    Einmal abgesehen von den Gewohnheiten eines jeden einzelnen Lesers: wenn ich also richtig gelesen habe und mich ungefähr an vorherige Tests erinnere, dann kann ich mich zumindest nicht an einen Receiver erinnern, der mit ausreichend Leistung ausgestattet wäre, um die nuVero 140 zu betreiben. Habe ich den Zusammenhang Wirkungsgrad und Receiver falsch verstanden?

    Wenn nicht, dann sollte bei den Ergebnissen der einzelnen Komponeten -falls relevant- eigentlich immer zwingend gekennzeichnet werden, welche Receiver mindestens für welche Boxensets geeignet sind. Ohne Berücksichtigung des Wirkungsgrades kauft man wohl sonst meist die falschen Kombinationen. Einfach ausgedrückt: nuVero mit Flaggschiff Pioneer reicht nicht.

    Wenn etwas daran sein sollte, dann wird diesem Punkt schon seit langem nicht die notwendige Aufmerksamkeit -oder besser- Wichtung in den Tests zugeordnet. Vielleicht kann man -immer vorausgesetzt, dass ich nicht falsch liege- durch farbige Punkte der zusammenpassenden Komponeten kennzeichnen, welche Receiver zu welchen Boxenkombis gehören. Es wäre auch nicht korrekt und aufwendig, diese immer wieder aufzuzählen.

    Natürlich kann man wie in der Erklärung vorgeschlagen auch weitere Verstärker an den Ausgang des Receivers hängen, aber welche wären denn das nun wieder? Welche Qualitäten sind da notwendig? Gibt es hierzu Tests und wenn wo? In der Audiovision zumindest nicht, oder?

    Einen angenehmen Tag!

    Oskar Perterson


    Teilnehmer
    kolami1gmx-de am #37046

    Hallo,

    ich möchte den Receiver: Sony str-dn1060 zuerst nur als Netzwerk Stereo-Receiver mit meinen Quadral-Wotan Lautsprechern nutzen. Ist der receiver auch für diese 4 Ohm LS geeignet?

    MfG

    Kola

    Horst Horstmann
    Teilnehmer
    Horst Horstmann am #37075

    Das kommt darauf an, welche Pegel Du anstrebst.

    Der Sony STR-DN1060 wuppt laut audiovision im Stereobetrieb pro Kanal 183W @ 4Ω.
    Zusammen mit dem Wirkungsgrad (eigentlich Kennschalldruck, aber wer kann schon der Umgangssprache widerstehen…^^) Deiner LS und deren Abstand zum Hörplatz läßt sich daraus der ungefähre maximal erreichbare unverzerrte Schalldruck am Hörplatz kalkulieren.
    „Ungefähr“ deshalb, weil der LS eine komplexere Last darstellt als die fixen und phasendrehungsfreien 4Ω & 6Ω bei der Leistungsmessung, wodurch diese Leistungsmessung insbesondere die Ansprechcharakteristik des Limiters nur rudimentär erfaßt (der „Spannungswürfel“ bei der Audio ist da wesentlich aufschlußreicher!) und der ermittelte Leistungswert somit nur ein halbwegs brauchbarer Annäherungswert sein kann.

    Beispiele für den Rechenweg gibt es in meinem Kommentar hier, einen guten Online-Rechner gibt es hier unter „Lautsprecher: Schalldruckpegel und Verstärkerleistung“ (die Mehrkanalwerte passen, aber Vorsicht, der berechnet den Schalldruckverlust mit den -6dB aus dem Freifeld, daher muß dort als Entfernung 1m eingegeben und der Schalldruck eigenhändig mit ca. -3dB pro Entfernungsverdoppelung hochgerechnet werden).
    Beim Kennschalldruck ist noch zu berücksichtigen, ob er bei 2V (= 1W @ 4Ω, 0,5W @ 8Ω) oder bei 2,83V (= 1W @ 8Ω, 2W @ 4Ω, d.h. doppelte Leistung und folglich 3dB höherer Wert!) gemessen wurde.

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